LANGE NACHT DER AUTOREN: Im Rahmen der hessisch-sächsischen Literaturtage 2009
Eintritt frei.
»Von Sachsen nach Hessen – Einheitserfahrungen«
9. – 12. September 2009 in Frankfurt am Main
Es lesen: Dorit Zinn, Jens Wonneberger, Doris Lerche, Heike Geißler, Rolf Bergmann, Jan Kuhlbrodt, Heinrich Droege und Thomas Kunst.
Moderation: Regine Möbius und Horst Senger
Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.
In der „Langen Nacht der Autoren“ treffen vier hessische AutorInnen auf vier KollegInnen aus Sachsen. Gemeinsam liefern sie einen kaleidoskopartigen Überblick über die aktuelle Literaturlandschaft der beiden Bundesländer und deutsch-deutsche Wirklichkeiten aus den letzten Jahrzehnten bis heute.
Dorit Zinn, geboren 1940 in Dessau, Studium in Leipzig, floh 1964 aus der DDR. Lebte anschließend in West-Berlin und der Schweiz, bevor es sie 1972 nach Darmstadt verschlug. Ihr Roman „Ostzeitstory“ schildert eine Jugend in der DDR, vom Schulverweis wegen des Tragens einer Rock’n’-Klammer am Kragen bis zur dramatischen Flucht über die Mauer.
Jens Wonneberger, Jahrgang 1960, lebt in Dresden. Er studierte Bauingenieurwesen in der DDR und arbeitet seit 1992 als freiberuflicher Autor und Redakteur. Wonneberger schreibt für das Dresdner Stadtmagazin SAX und veröffentlicht Erzählbände und Romane sowie Texte zur Dresdner Kulturgeschichte. In diesem Sommer erscheint sein Erzählungsband „Heimatkunde Dresden“.
Doris Lerche studierte Psychologie, Kunstpädagogik und Grafik-Design. Seit 1976 lebt sie in Frankfurt am Main, 1986 gehörte sie zu den Gründern der „Romanfabrik“. In Cartoons, Erzählungen, Gedichten, Romanen, Theaterstücken und satirisch-musikalischen Performances bearbeitet sie bevorzugt den Themenbereich Liebe/Beziehung/Sexualität. Im September erscheint ihr neuer Gedichtband „Zungenspitzen“.
Heike Geißler, geboren 1977 in Riesa, aufgewachsen in Chemnitz, lebt heute in Leipzig. Sie studierte in Dresden, München und Halle/Saale. Bislang veröffentlichte sie zwei Romane, zuletzt „Nichts, was tragisch wäre“, die Geschichte einer kleinen Revolte, in der eine Autorin kurz vor der Fertigstellung ihres Romans steht, als sie feststellt, dass ihr die Lieblingsfigur abhanden gekommen ist.
Rolf Bergmann, Jahrgang 1942, wuchs in Dresden auf. 1961 übersiedelte er nach Frankfurt am Main, lebte zwischenzeitlich in Heidelberg und Mannheim, kehrte aber immer wieder nach Frankfurt zurück, bevor es ihn 2006 wieder nach Dresden zog. Sein Roman „Damals im roten Kakadu“ erzählt ein Stück Zeitgeschichte aus Dresden, die auch in einem Spielfilm verewigt wurde.
Jan Kuhlbrodt, geboren 1966 in Karl-Marx-Stadt, lebt heute in Leipzig. Er studierte Philosophie in Frankfurt/Main und später am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2007 ist er Redakteur der preisgekrönten Literaturzeitschrift EDIT. In seinem Roman „Schneckenparadies“ zeichnet der Autor mit leicht melancholischem Blick ein Bild aus den Zeiten des deutsch-deutschen Umbruchs.
Heinrich Droege, Jahrgang 1933, ist Frankfurter seit Geburt. Er war Bundesvorsitzender des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt, Gründungsmitglied und erster Vorsitzender der Literaturgesellschaft Hessen e.V. und Betreiber des Aarachne-Verlags, Frankfurt/Wien. Sein Roman „Opernbrand“ thematisiert die Brandstiftung in der Frankfurter Oper im Jahre 1987 durch einen DDR-Flüchtling.
Thomas Kunst, geboren 1965 in Stralsund, lebt heute in Leipzig. Seit 1987 arbeitet er als Bibliotheksassistent in der Deutschen Bücherei Leipzig. Er veröffentlicht er mehrere Lyrikbände sowie zwei Romane, außerdem verschiedene CDs mit improvisierter Musik unter dem Namen „Mitleid in Toronto“. Im Herbst erscheint „Strandkörbe ohne Venedig. Eine Romanresignation“.
ORT: Holzhausenschlösschen, Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt am Main
Keine Kartenreservierung möglich. Informationen erteilt Herr Alexander Pfeiffer, E-mail: vs-hessen@alexanderpfeiffer.de



