Vorträge

Am 9. September 2009 - 19:30 Uhr

Giordano Brunos Kosmos Vortrag von Nicolas Benzin Giordano-Bruno-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Bürgerstiftung

Giordano Bruno

Vor 425 Jahren entwirft der italienische Naturphilosoph Giordano Bruno (1548-1600) in London sein neues Bild vom Kosmos. Das zu dieser Zeit noch wenig diskutierte heliozentrische Weltbild des Nikolaus Kopernikus erweitert Bruno hin zu einem unendlichen Weltall mit einer Vielzahl bewohnter Welten. Die Sterne sind für ihn Sonnen wie unsere Sonne, während andere noch annehmen, es seien Löcher in einer neunten, kristallenen Himmelssphäre, durch die das göttliche Licht scheine. Ausgehend von einem homogenen Aufbau des Kosmos, postuliert Bruno in seinen 1591 in Frankfurt am Main veröffentlichten Schriften die Existenz von extrasolaren Planeten und erklärt astronomisch völlig korrekt, warum diese mit rein optischen Mitteln schwer aufzufinden sein werden. Erst 1995 konnten moderne Astronomen die ersten Exoplaneten entdecken - so wie Bruno es vorausgesagt hatte.
In Verkennung der Richtigkeit seines neuen Bildes vom Kosmos wird der Naturphilosoph Giordano Bruno am 17. Februar 1600 nach der Verurteilung seiner Lehre durch die Inquisition in Rom lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Diplom-Finanzwirt Nicolas Benzin, geboren 1973 in Eschwege (Hessen), ist Autor mehrerer Bücher (zuletzt Unterwegs zu den alten Kulturen des Mittelmeerraumes, Greiz 2008) und beschäftigt sich in seinen bisher ca. 75 Anthologiebeiträgen, Artikeln und Rezensionen mit der Archäologie des Mittelmeerraumes, der Entwicklung von Glaubenssystemen und verschiedenen Aspekten der okkulten Geschichte der Renaissance. Als Referent hielt er Vorträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er ist Präsident der Giordano-Bruno-Gesellschaft e.V. in Frankfurt am Main und Vorsitzender des Stiftungsrates der Nicolas-Benzin-Stiftung. In dieser Eigenschaft ist er Herausgeber der wissenschaftlichen Reihe Beiträge zur Kulturgeschichte des Judentums und der Geschichte der Medizin.

Am 16. September 2009 - 19:30 Uhr

KINDER! KINDER! Kinder und alte Menschen: Ein Blick nach Japan

Vortragsreihe des Kuratoriums Kulturelles Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Bürgerstiftung

Vortrag, Filmvorführung und Diskussion mit der Kindheitsforscherin Dr. Donata Elschenbroich

Kuratorium Kulturelles Frankfurt e.V.Was Kinder bewegt – was Eltern bewegt – was Pädagogen bewegt – was Frankfurt bewegt

Deutschland und Japan sind die Gesellschaften mit den weltweit höchsten Anteilen von alten Menschen. Im Jahr 2030 wird in beiden Ländern ein Drittel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Werden die älteren und die jüngeren Generationen dann in generations-entmischten Lebenswelten ihre eigenen Wege gehen?
Die Kindheitsforscherin Donata Elschenbroich sucht nach Berührungspunkten im Leben von Kindern und alten Menschen in beiden Gesellschaften. Dabei wird sie den Blick zunächst nach Japan lenken. Mit dem Dokumentarfilmer Otto Schweitzer hat sie in Pflegeheimen, Demenzzentren und Kooperativen Begegnungen zwischen alten Menschen und Kindern beobachtet und gesehen, wie die Beteiligten davon profitieren können. Ihr Film führt der Suche nach einem Miteinander der Generationen (etwa in den deutschen »Mehrgenerationenhäusern«) Bilder aus einer Kultur zu, in der man sehr jungen Kindern und alten Menschen seit jeher mit großer Achtung begegnet.
Dr. Donata Elschenbroich arbeitet am Deutschen Jugendinstitut in München und Frankfurt über Kindheit im internationalen Vergleich. Ihre zahlreichen Veröffentlichungen umfassen u.a. die Bestseller
Anleitung zur Neugier (1996), Weltwissen der Siebenjährigen (2001) und Weltwunder. Kinder als Naturforscher (2005). Zusammen mit dem Soziologen und Dokumentarfilmer Otto Schweitzer produziert sie die Filmreihe Wissen und Bindung mit mittlerweile fünfzehn einstündigen Filmen zu Themen der frühkindlichen Bildung. Eintritt frei!

Am 30. September 2009 - 19:30 Uhr

»Mäzene, Stifter, Stadtkultur« Vortragsreihe der Frankfurter Bürgerstiftung: Goethe und seine Ästhetik

Vortrag von Prof. Dr. Christian Schärf

Johann Wolfgang von Goethe

Der Vortrag versucht Goethes Ästhetik von zwei Seiten näher zu bestimmen. Zunächst soll sein Naturbegriff untersucht werden, wie er sich seit der Zeit des Sturm und Drang über mehrere Stufen hinweg entwickelt hat. Die Natur bildet das Fundament für Goethes gesamte Poetik und nicht zuletzt auch für den Komplex seiner Ästhetik. Deren ganze Be-J.W. von Goethe deutung wird aber erst deutlich, wenn man
Goethes Schaffen als einen unausgesetzten Prozeß der Steigerung des individuellen Selbst versteht, der auch über Krisen hinweg ungebrochen verfolgt wird. Unter Ästhetik wäre demnach nicht bloß ein Kunstdenken zu verstehen, sondern mit und seit Goethe auch und vor allem der Entwurf des produktiven Ich durch das Medium von Biographie und Werk. Es soll abschließend gezeigt werden, welche Bedeutung diese Entdeckung gerade auch für die moderne Ästhetik aufzuweisen hat.
Christian Schärf, geb. 1960, Studium der Deutschen Philologie, Romanischen Philologie und Philosophie in Mainz, Paris und Valencia. Außerplanmäßiger Professor am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Lehrbeauftragter für Kreatives Schreiben an der Universität Hildesheim.
Schüler und Studenten haben freien Eintritt!

Am 7. Oktober 2009 - 19:30 Uhr

Das Ich und der Unbekannte in Gottfried Benns »Probleme der Lyrik«

Vortrag von Peter O. Büttner

(Kurator unserer Ausstellung »Struwwelpeters Geschwister« – Kinderbuchillustrationen im Biedermeier zum H. Hoffmann-Jubiläum)

Gottfried Benn

Der Dichter und Arzt Gottfried Benn (1886–1956) hat ganze Generationen mit seiner Lyrik und Prosa verzaubert und zählt zu den bedeutendsten Lyrikern des 20. Jahrhunderts. Im August 1951 zieht Benn in seiner berühmten Rede „Probleme der Lyrik“ in der Philipps-Universität Marburg Bilanz über sich, das Dichten und über das tragische Schicksal, Künstler zu sein. Benns originelle und artistische Streifzüge durch die Werkstatt des Künstlers haben an ihrer Faszination bis heute nichts eingebüßt, aber noch immer Fragen hinterlassen.
In seiner Poetik kommt Benn auf einen Sachverhalt zu sprechen, der bis heute nicht einhellig geklärt und erklärt ist. „Ein in keiner Weise zu reduzierendes X hat teil an der Autorschaft des Gedichts, mit anderen Worten, jedes Gedicht hat seine homerische Frage, jedes Gedicht ist von mehreren, das heiß von einem unbekannten Verfasser“.
Die Frage, von wem ein Gedicht sei, ist für Benn fundamental, wirft Probleme auf und nimmt somit einen großen Raum seines poetologischen Denkens ein. Der Vortrag hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, nach diesem „unbekannten Verfasser“ zu fragen.

Peter O. Büttner, geboren am 9. März 1980 in Offenbach am Main, ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Frankfurt am Main. Studium der Germanistik und Psychoanalyse in Frankfurt am Main. Er ist Doktorand am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich. Mitglied der Gottfried-Benn-Gesellschaft.


Am 16. Oktober 2009 - 19:30 Uhr

Alfred Grosser liest aus: Von Auschwitz nach Jerusalem. Über Deutschland und Israel (Rowohlt Verlag)

Alfred Grosser

Der Gaza-Krieg hat die Fragen wieder aufgeworfen: Wie scharf darf man Israel kritisieren? Messen die Israel-Kritiker mit zweierlei Maß – oder die Israel-Verteidiger? Und wann ist die Grenze zum Antisemitismus überschritten?
Wenn es um den jüdischen Staat geht, kochen sechzig Jahre nach dessen Gründung die Emotionen regelmäßig hoch. Das hat insbesondere in Deutschland damit zu tun, daß in der Debatte unterschiedliche Auffassungen darüber aufeinanderprallen, welche Lehren aus der Shoah zu ziehen seien.
Aus der Perspektive eines Franzosen, der als deutscher Jude geboren wurde, bringt Alfred Grosser Klarheit in dieses von Polemik, Unterstellungen und Verzerrungen geprägte Feld. Er würdigt die deutsche Erinnerungspolitik und zeigt zugleich auf, wo diese doktrinär erstarrt ist. Für ihn kann die Konsequenz aus dem Judenmord nur lauten: Die Menschenrechte sind unteilbar und immer und überall einzufordern. Sie gelten für Muslime nicht weniger als für Juden – in Palästina, aber auch in Europa selbst. Ein wichtiges Buch zu einem Thema, das uns noch lange begleiten wird.

Alfred Grosser, geboren 1925 in Frankfurt am Main, war Professor am Institut d’études politiques, Paris. In Deutschland ist er seit den fünfziger Jahren durch seine Zeitungsartikel, Reden, Bücher und Auftritte in Radio und Fernsehen bekannt. 1975 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, danach zahlreiche weitere Ehrungen. 2006 wurde in Bad Bergzabern ein Schulzentrum nach ihm benannt. Nach wie vor hat er in Deutschland etwa 30 öffentliche Auftritte pro Jahr.

Schüler und Studenten haben freien Eintritt

Am 19. November 2009 - 19:30 Uhr

»Lyrik im Schloß« - Osteuropäische Lyrik

Konzeption und Betreuung der Reihe »Lyrik im Schloß«: Hanne Kulessa

Mit dem Menschenrecht auf Poesie begann 2007 die Reihe »Lyrik im Schloß«. Bisher wurde in Lesungen und Vorträgen rumänische, russische, englische und amerikanische Lyrik vorgestellt. Im Jubiläumsjahr setzen wir die Reihe fort mit ukrainischer Lyrik, vorgestellt von Jurko Prochasko und Birgitta Assheuer.

Der Literaturwissenschaftler, Übersetzer, Essayist und Publizist Jurko Prochasko wurde 1970 im ostgalizischen Iwano-Frankiwsk/Westukraine geboren. Er studierte Germanistik an der Universität Lemberg. U.a. hat er Werke von  Robert Musil, Joseph Roth, Heinrich von Kleist und Franz Kafka übersetzt. Zusammen mit Taras Prochasko und Magdalena Blaszczuk gab er das Buch Galizien-Bukowina-Express (Wien 2007) heraus. 2008 wurde er mit dem Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland, den die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht, ausgezeichnet. Jurko Prochasko lebt in Lemberg und lehrt dort Literatur.



Birgitta Assheuer ist Sprecherin und zu hören in zahlreichen Kultur- und Literatursendungen der Rundfunkanstalten, in renommierten Fernsehmagazinen wie Kulturzeit (3sat), titel thesen temperamente (ARD), Metropolis (Arte), in Sendereihen wie Bilderbuch Deutschland (WDR), bei Musik- und Literaturfestivals, als Erzählstimme in Kino- und Fernsehdokumentationen. Für Hörbuchverlage liest sie Romane und Lyrik. Szenische Lesungen gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie Konzertlesungen, zum Beispiel mit dem hr-Sinfonieorchester in Frankfurt. Nach ihrem Studium der Germanistik und Musik in Köln ergaben sich über die Kompositionsklasse von Mauricio Kagel Solo- und Ensembleauftritte im Rahmen der Neuen Musik und etliche freie Projekte. Entscheidend für ihren Zugang zum Textmaterial waren Studien bei Zygmunt Molik, der Sprech-Film-Schauspielunterricht bei Yurek Bogayewicz, beide Mitglieder des einstigen Grotowski-Theater-Laboratoriums. Brigitta Assheuer lebt in der Nähe von Frankfurt am Main.

Schüler und Studenten haben freien Eintritt!

Am 10. Dezember 2009 - 19:30 Uhr

Mode der Jahrzehnte in Frankfurt Benefiz-Modenschau mit einem Vortrag von Ellis Design Schneiderei

Eine gemeinsame Veranstaltung von Ellis Design Schneiderei und der Frankfurter Bürgerstiftung

Aus Freude und Neugier auf die Welt wird die Schau dieses Abends versuchen aufzuzeigen, daß die Mode von heute nichts anderes als eine Wiederholung der Jahrzehnte ist.Als Elvira Spohr, Schneiderin und Designerin, die Abbildung des Kleids von Sophie von Holzhausen sah und dieses nachnähte, merkte sie, daß auch Frauen von heute dieses Kleid mit minimalen Abänderungen tragen könnten: „Es wird mir eine Freude sein, die nächsten Jahre mehr in die Geschichte Frankfurts einzutauchen, um die Frauen und ihre Kleider aufzuspüren und herauszufinden, zu welchem Anlaß sie dieses oder jenes Kleid trugen“, sagt die junge Designerin.

Wir möchten Sie dazu um Ihre Mithilfe bitten: Elvira Spohr ist über Privatfotos von Frankfurter Damen in Kleidern, Abbildungen in Büchern und Kopien aus Originalen dankbar, um zusammen mit Ihnen diese Frauen mit ihren Kleidern in Erinnerung zu rufen und deren Mode mit den heutigen Kleidern ihrer Kollektion zu vergleichen.


Karten für diesen Abend erhalten Sie bei der Frankfurter Bürgerstiftung unter Tel.: (069) 55 77 91 und bei Ellis Design Schneiderei, Glauburgstraße 95/ Ecke Oeder Weg,Tel.: (069) 77067780

(Der Gesamterlös kommt dem Frankfurter Diakonissenhaus zugute.)

Am 3. Februar 2010 - 19:30 Uhr

Freimaurerische Motive der deutschen Aufklärung: Vortrag von Prof. em. Dr. Alfred Schmidt

Bild

Die von England ausgehende, über Frankreich den deutschsprachigen Raum erreichende Freimaurerei hat in ihren grundlegenden Ideen der  Humanität und religiösen Toleranz auch das deutsche Geistesleben des 18. und 19. Jahrhunderts zutiefst beeinflußt, ohne daß diese  Tatsache selbst in der wissenschaftlichen Literatur hinreichend berücksichtigt worden wäre. Der Vortrag wird insbesondere die noch immer aktuelle religionsphilosophische und wissenschaftliche Seite der Popularphilosophie von Denkern wie Lessing, Reimarus, aber auch die von Spinoza inspirierten Ideen Herders und Goethes darstellen. Sie beziehen sich auf die Gebiete der Geschichts- und  Naturphilosophie.

Alfred Schmidt, geboren 1931 in Berlin. Studium in Frankfurt am Main von 1952 bis 1960: Geschichte, englische und klassische Philologie sowie Soziologie und Philosophie. Von 1956 Lehrbeauftragter für Geschichte der Aufklärung bei Theodor W. Adorno am Philosophischen Seminar. Promotion 1960. In den Jahren 1964 bis 1972 Lehrbeauftragter an der Volkshochschule und der Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main. Seit 1972 Inhaber des ehedem Horkheimerschen Lehrstuhls für Philosophie und Soziologie an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Gastvorträge führten ihn – zumeist im Rahmen der Goethe-Institute – mehrfach in die meisten europäischen Länder, sowie nach den USA, Rußland und die Türkei. 1989 Verleihung der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt. 1998 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande. 1999 Emeritus am Institut für Philosophie der Goethe-Universität; Sprecher des Instituts für Religionsphilosophische Forschung.

Am 24. März 2010 - 19:30 Uhr

Vortrag von Dr. Marlene Lohner

Eintritt € 5 | erm.: € 0 | Kartenreservierung
Dr. Marlene Lohner

Dieser altösterreichische Landesteil am Südhang der Karpaten mit seiner Hauptstadt Czernovic ist bekannt als Heimat von Paul Celan und Rose Ausländer.
Daß hier über ein Jahrhundert hinweg Deutsche und Juden zu etwa gleichen Teilen ein äußerst fruchtbares, oft gemeinschaftliches, kulturelles Leben hervorbrachten, ist weniger bekannt.

Der Vortrag ist eine Einführung in diese reiche, ergreifende Dokumentation deutsch-jüdischen Zusammenlebens und seiner Zerstörung.

Marlene Lohner wuchs in Bremen auf. Sie studierte in Erlangen und München Germanistik und Musikwissenschaften und promovierte 1953 mit einer Arbeit über literarische Wertung. Im gleichen Jahr wanderte sie in die USA aus. Sie unterrichtete deutsche Sprache und Literatur an der Columbia University und der New York University, wo sie ihren Mann, den Germanisten und Komparatisten Edgar Lohner kennenlernte. 1962 übersiedelte die Familie nach Stanford, Kalifornien. Marlene Lohner übersetzte grundlegende Schriften der Literaturtheorie ins Deutsche, u.a.Arbeiten von René Wellek und Victor Ehrlich. 1973 kehrte sie nach Deutschland zurück.
1975 starb Edgar Lohner. Seit 1977 ist Marlene Lohner als Dozentin der Literatur in der Erwachsenenbildung tätig. Schwerpunkte sind Goethe und die Moderne. 1981 und 1991 erschienen ihre Bücher Plötzlich allein – Frauen nach dem Tod des Mannes und das Marie Luise Kaschnitz-Buch Was willst Du, Du lebst (beide erschienen bei S. Fischer). 2001 veröffentlichte sie Goethes Caravanen.Verkörperungen der Phantasien im Spätwerk (erschienen bei Peter Lang).
Schüler und Studenten haben freien Eintritt!

Eintritt € 5 | erm.: 0 | Kartenreservierung
Am 19. Mai 2010 - 19:30 Uhr

Vortrag von Professor Dr. Christoph Randler mit anschließender Diskussion
Vortragsreihe des Kuratoriums Kulturelles Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Bürgerstiftung

Eintritt frei
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Was Kinder bewegt – was Eltern bewegt – was Pädagogen bewegt – was Frankfurt bewegt

Der Schlaf-Wachrhythmus wird wie viele andere biologische Abläufe vom Takt der inneren Uhr bestimmt.

Dieser genetisch festgelegte Rhythmus mit geregelten Schlaf- und Wachphasen verändert sich mit dem Beginn der Pubertät deutlich. Während Grundschulkinder frühmorgens wach werden, also Frühaufsteher vom Chronotyp „Lerche” sind, verwandeln sich diese „Lerchen” im Alter von ca. 12 Jahren relativ plötzlich zu Langschläfern des Typs „Nachteule”: Die innere Uhr tickt innerhalb der Schlafphase langsamer. Das volle Aktivitätsniveau dieser heranwachsenden Kinder verschiebt sich in die Nachmittagsstunden.

Professor Dr. Christoph Randler, Jahrgang 1969, lehrt und forscht als Biologe an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. In einem interdisziplinären Ansatz geht er gemeinsam mit Pädagogen, Medizinern, Biologen, Soziologen und Psychologen der Frage nach, welche Auswirkungen biologische Rhythmen auf Leben und Lernen haben. Die Ergebnisse seiner neuesten Chronobiologie-Studie zum Schlafverhalten von Kindern und Jugendlichen wird er in seinem Vortrag darlegen.

Eintritt frei
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