»Literatur im Schloß: Die Manns« Erschütterndes Ende - Thomas Manns Doktor Faustus

»Literatur im Schloß: Die Manns« Erschütterndes Ende - Thomas Manns Doktor Faustus
Am Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19.30 Uhr
Eintritt € 5 | erm.: € 0
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Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Volkmar Hansen

Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.

Die Formel »Bücher, die die Welt bewegten«, trifft auf den Roman Doktor Faustus, 1947 veröffentlicht, in einer einzigartigen Weise zu. Thomas Mann spiegelt den fiktiven Komponisten Adrian Leverkühn, der ein Nietzsche-ähnliches Schicksal erleidet, in der Beschreibung eines ebenfalls fiktiven Repräsentanten der Inneren Emigration, dem katholisch-humanistischen Biographen Serenus Zeitblom. Die Identifikation mit dem an der Schwelle des Neuzeit stehenden Faust stellt die Frage nach der Legitimität des deutschen, zwischen Glauben und Vernunft vermittelnden Wegs in die Moderne. Die Erschütterung, die diese Suche nach der Bestimmung des »deutschen Geistes« nach dem Zusammenbruch und der Fremdbefreiung auslöst, wird getragen von der Erschütterung des Autors selbst.

Volkmar Hansen wurde in Burg bei Magdeburg geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte und wurde 1974 promoviert.Von 1974 bis 1992 arbeitete er als leitender Redakteur der historisch-kritischen Heine-Ausgabe, 1975/76 begann er seine Lehrtätigkeit an der Universität Düsseldorf und seine internationale Vortragstätigkeit.
1989 Habilitation für neuere Deutsche Literaturwissenschaft, 1993 Vorstand der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung, Direktor des Düsseldorfer Goethe-Museums. Er ist Vorsitzender des Arbeitskreises selbständiger Kulturinstitute (AsKI), Mitglied der Deutschen Unesco-Kommission, seit 2007 Vorsitzender der Deutschen Schubert-Gesellschaft. Zahlreiche Publikationen zu Thomas Mann, Heinrich Heine, Johann Wolfgang von Goethe, übersetzt in mehrere Sprachen.

Schüler und Studenten haben freien Eintritt