Kinder stärken - Das Patenprojekt Außerschulische Selbsterfahrung in der Lehrerbildung
Die Veranstaltung musste abgesagt werden.
Eine Veranstaltung der Goethe-Universität Frankfurt am Main / Fachbereich Erziehungswissenschaften
Studenten des aktuell laufenden Patenprojekts stellen ihr Projekt vor
Diese Veranstaltung ist bereits vorüber.
Der Beruf des Lehrers erfordert mehr als die Kompetenz der reinen Wissensvermittlung. Insbesondere Lehrkräfte, die in schwierigen sozialen Stadtquartieren zu unterrichten haben, wie etwa in den sogenannten „Sozialen Brennpunkten“ einer Großstadt, benötigen vor allem auch psychosoziale Grundkenntnisse und soziale Fähigkeiten. Bei vielen Kindern, die in prekären Lebenslagen aufwachsen, stehen „Lebensprobleme vor Lernproblemen“.
Das Patenprojekt sensibilisiert angehende Lehrkräfte für die Sichtweisen und die Probleme deprivierter Kinder und deren Lebensumstände. Dabei werden Facetten des Lehrerberufs aufgezeigt, die sonst während der akademischen Lehrerausbildung nur unzureichend Aufmerksamkeit finden. Während des einjährigen Praktikums haben die teilnehmenden Studierenden die Möglichkeit, die Lern- und Entwicklungsprozesse eines Kindes, das unter erschwerten Lebensbedingungen aufwächst, näher zu beobachten. Übergeordnetes Ziel ist, die spezifische Lebenssituation eines Kindes zu verbessern und Bedingungen herzustellen, in deren „geschützten Rahmen“ das Kind in seiner Entwicklung gefördert werden kann. Den Studierenden bietet das Projekt die Möglichkeit der Selbsterfahrung: eigene Vorurteile, unbewusste Wahrnehmungs- und Handlungsmuster sowie subjektive Empfindungen und innere Bilder werden bewusst gemacht und reflektiert.
Das Patenprojekt wurde 2005 von Frau Dr. Susanne Düttmann initiiert. Die Zusammenarbeit erfolgt im fünften Jahr mit der Erich-Kästner-Schule. Frau Dr. Düttmann ist Dozentin am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.



